Wie bedeutsam Bund und Länder als ordnender Rahmen für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft auch sein mögen – unser Alltag wird zuallererst durch das kommunale Umfeld geprägt.

Hier leben und arbeiten wir, hier gehen unsere Kinder in Kindergärten und Schulen. In lokalen Vereinen verbringen wir einen Teil unserer Freizeit, Einzelhandel und Handwerk vor Ort versorgen uns mit Produkten und Dienstleistungen aller Art. Örtliche Betreuungs-, Bildungs- und Kulturangebote tragen wesentlich zur Lebensqualität bei.

Alle genannten Bereiche werden zunehmend vom digitalen Wandel erfasst. Wer dieser Entwicklung nicht ausgeliefert sein, sondern sie aktiv gestalten und nutzen will, muss sich auch und gerade auf kommunaler Ebene die Frage stellen, welchen Beitrag Digitalisierung zur Gestaltung unseres Zusammenlebens und -arbeitens in den Kommunen zukünftig leisten kann.
 

Auf dem Weg zur „Digitalen Kommune“ – Was ist das Ziel?

Die Digitalisierung des ländlichen Raums wird häufig auf den Ausbau bzw. die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Kommunikationsinfrastruktur („Breitbandnetz“) reduziert. Konzepte für eine „Digitale Kommune“ gehen deutlich weiter. Sie nutzen die vorhandenen Netze und entwickeln innovative Angebote mit hohem praktischen Nutzwert für die Einwohner, z.B.:

• Online-Portale für Mitbring- und Mitfahrgelegenheiten oder Car-Sharing
• Internet-Shops speziell für lokale Erzeuger oder Dienstleister mit Lieferservice
• Tauschbörsen für Nachbarschaftshilfe
• Video-Sprechstunden mit Fachärzten oder telemedizinische Angebote für Risikopatienten
• Life Streaming von Theater- und Konzertaufführungen oder VHS-Kursen
• Verbesserte Bürgerbeteiligung durch Online Voting bei kommunalen Entscheidungen
• Vermeidung von Behördengängen durch Online-Antragstellung

 

 

Erfolgsfaktoren der Digitalisierung des ländlichen Raums

  1. Bedeutung der Infrastruktur nicht überschätzen.
    Breitbandausbau ist wichtig, bildet jedoch nur eine Erfolgsvoraussetzung
  2. Nur was gebraucht wird, wird auch genutzt.
    Bedarfsgerechte digitale Angebote entscheiden über den Erfolg der Digitalisierung
  3. Bedarfslagen von Städten und ländlichen Räumen unterscheiden sich stark.
    Daher weichen Strategie und Umsetzung der kommunalen Digitalisierung in Stadt und Land deutlich voneinaner ab.
  4. Kommune ist dabei nicht gleich Kommune, Bedarf ist nicht gleich Bedarf.
    Erfolgreiche Digitalisierung beginnt mit einer Identifizierung des ortsspezifischen Bedarfs
  5. Alle Interessengruppen an einen Tisch holen.
    BürgerInnen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung müssen aktiv an der Digitalisierung mitwirken
  6. Weniger ist mehr.
    Erreichbare Etappenziele definieren, lösbare Aufgaben stellen, frühe Erfolge ermöglichen

 

HÖHN CONSULTING unterstützt Sie auf dem Weg zu Ihrer
„Digitalen Kommune“

Wir unterstützen Sie bei der Konzeption und Priorisierung bedarfsgerechter digitaler Bürgerservices und bei ihrer wirkungsvollen Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren in Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und örtlicher Wirtschaft. Unser HC-Beraterteam bringt dabei innovative Ideen aus unserer Best-Practice-Analyse „Digitale Kommune – Innovative Bürgerservices im ländlichen Raum“ ebenso ein wie IT- und Organisationskompetenz und breite Erfahrung in der zielorientierten Steuerung von Projekten mit vielen Beteiligten.