Laut Bundesamt für Bau-, Stadt- und Raumforschung leben 30 % der deutschen Bevölkerung auf einer Fläche, die 70 % Gesamtdeutschlands ausmacht. Neben einer deutlich niedrigeren Bevölkerungsdichte sind die ländlichen Räume unseres Landes auch dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil älterer Menschen überdurchschnittlich ist. Zahlreiche Jüngere zieht es aufgrund des größeren Bildungs-, Stellen- und Kulturangebots in die städtischen Ballungszentren. Der Entwicklung für die ländlichen Räume stellen sich vor diesem Hintergrund ganz andere Aufgaben als der städtischen Planung. Dies gilt auch und in besonderem Maße für die Konzeption innovativer Bürgerservices auf der Grundlage moderner Kommunikations- und Informationstechnologie.
 

Auf dem Weg zur „Digitalen Kommune“ – Was ist das Ziel?

Die Digitalisierung des ländlichen Raums wird häufig auf den Ausbau bzw. die Verfügbarkeit einer leistungsfähigen Kommunikationsinfrastruktur („Breitbandnetz“) reduziert. Konzepte für eine „Digitale Kommune“ gehen deutlich weiter. Sie nutzen die vorhandenen Netze und entwickeln innovative Angebote mit hohem praktischen Nutzwert für die Einwohner, z.B.:

• Online-Portale für Mitbring- und Mitfahrgelegenheiten oder Car-Sharing
• Internet-Shops speziell für lokale Erzeuger oder Dienstleister mit Lieferservice
• Tauschbörsen für Nachbarschaftshilfe
• Video-Sprechstunden mit Fachärzten oder telemedizinische Angebote für Risikopatienten
• Life Streaming von Theater- und Konzertaufführungen oder VHS-Kursen
• Verbesserte Bürgerbeteiligung durch Online Voting bei kommunalen Entscheidungen
• Vermeidung von Behördengängen durch Online-Antragstellung

 

 

Erfolgsfaktoren der Digitalisierung des ländlichen Raums

  1. Bedeutung der Infrastruktur nicht überschätzen.
    Breitbandausbau ist wichtig, bildet jedoch nur eine Erfolgsvoraussetzung
  2. Nur was gebraucht wird, wird auch genutzt.
    Bedarfsgerechte digitale Angebote entscheiden über den Erfolg der Digitalisierung
  3. Bedarfslagen von Städten und ländlichen Räumen unterscheiden sich stark.
    Smart-City-Konzepte passen nicht zum ländlichen Raum, sie können bestenfalls Impulse geben
  4. Kommune ist dabei nicht gleich Kommune, Bedarf ist nicht gleich Bedarf.
    Erfolgreiche Digitalisierung beginnt mit einer Identifizierung des ortsspezifischen Bedarfs
  5. Alle Interessengruppen an einen Tisch holen.
    BürgerInnen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung müssen aktiv an der Digitalisierung mitwirken
  6. Weniger ist mehr.
    Erreichbare Etappenziele definieren, lösbare Aufgaben stellen, frühe Erfolge ermöglichen

 

HÖHN CONSULTING unterstützt Sie auf dem Weg zu Ihrer
„Digitalen Kommune“

Wir unterstützen Sie bei der Konzeption und Priorisierung bedarfsgerechter digitaler Bürgerservices und bei ihrer wirkungsvollen Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren in Zivilgesellschaft, Kommunalverwaltung und örtlicher Wirtschaft. Unser HC-Beraterteam bringt dabei innovative Ideen aus unserer Best-Practice-Analyse „Digitale Kommune – Innovative Bürgerservices im ländlichen Raum“ ebenso ein wie IT- und Organisationskompetenz und breite Erfahrung in der zielorientierten Steuerung von Projekten mit vielen Beteiligten.